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II. Biobanken: Essenzielle Säulen der Forschung

Biobanken sind für die Krebsforschung von entscheidender Bedeutung, da sie die Lagerung biologischer Proben in Verbindung mit präzisen und zuverlässigen klinischen Daten ermöglichen.

BaHOP Im Jahr 2015 gründete die Abteilung für pädiatrische Onkologie und Hämatologie der HUG die BaHOP, die erste Genfer Biobank, die sich der Forschung in der pädiatrischen Onkohämatologie widmet. Seit 10 Jahren ist die BaHOP ein unverzichtbares Bindeglied in der Forschung und Innovation der pädiatrischen Onkologie und stellt Forschern und Klinikern wertvolle Ressourcen zur Verfügung, um diese schweren, Kinder betreffenden Krankheiten besser zu verstehen und zu behandeln. Durch die Bereitstellung hochwertiger Proben unterstützt sie die Prävention, Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen bei Kindern. Die BaHOP ist in drei Bereiche (international, lokal und national) unterteilt und umfasst mehr als 12.000 Proben von über 2.300 Patienten. Sie ist von der Swiss Biobanking Platform zertifiziert und auch auf europäischer Ebene anerkannt. Im Jahr 2024 wurde ihre Bedeutung durch eine bedeutende wissenschaftliche Publikation in Zusammenarbeit mit der EPFL unterstrichen.

Auf nationaler Ebene verfolgt dieses Projekt das Ziel, die erste pädiatrische Biobank der Schweiz zu schaffen. BISKIDS wurde 2018 in Genf gegründet, ist jedoch für die lokale und nationale Nutzung konzipiert und zielt darauf ab, die Keimbahn-DNA von Überlebenden einer im Kindesalter diagnostizierten Krebserkrankung zu konservieren (bisher etwa 7.000 Personen). Die Biobank wird auch Proben aus dem Ausland aufnehmen können, um die Forschungsmöglichkeiten zu erweitern. Diese Infrastruktur wird der gesamten wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Verfügung gestellt und einen wichtigen Hebel für neue Fortschritte beim Verständnis und der Behandlung von pädiatrischen Krebserkrankungen darstellen. Für die Entwicklung des nationalen BISKIDS-Projekts arbeitet die Forschungsplattform mit dem Kinderkrebsregister und dem Institut für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM) in Bern zusammen.

BioLink Die nationale Sammlung von Proben ist Teil eines umfassenderen und ehrgeizigen Projekts namens BioLink. Das ursprünglich vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Projekt hat zum Ziel, Keimbahn- und somatische Proben mit den entsprechenden klinischen Daten zu verknüpfen, die vom Kinderkrebsregister verwaltet werden. Auf internationaler Ebene bietet BioLink einen echten Mehrwert, indem es die Biobanken BaHOP in Genf und SPHO in Zürich (the Swiss Pediatric Hematology Oncology Biobank) mit der CCRG (Childhood Cancer Research Group) des ISPM verbindet und so die Forschung zu Langzeitfolgen, einschließlich behandlungsbedingter Toxizitäten, verbessert. Dieses Projekt legt den Grundstein für eine Vernetzung und eine einzigartige Schweizer Plattform für pädiatrische Biobanken, die klinische Daten des Schweizer Kinderkrebsregisters mit detaillierten genetischen Profilen von Tumoren und Keimbahn-DNA integriert. Dies erleichtert die Untersuchung der genetischen und umweltbedingten Ursachen von Krebs bei Kindern. Inspiriert von erfolgreichen Modellen in Australien und Neuseeland ermöglicht BioLink die Schaffung einer hochwertigen, klinisch annotierten Ressource, stimuliert die nationale pädiatrische Forschung und stärkt gleichzeitig die internationale Zusammenarbeit. Durch die Überwindung institutioneller Barrieren bildet es ein solides Fundament, damit die pädiatrische Krebsforschung in der Schweiz ein internationales Niveau erreicht.